Wie die Liste entstanden ist
In einem Audit standen wir vor einer großen Website mit strukturierten Daten auf sehr vielen Seiten. Technisch war vieles sauber gelöst, das Unternehmen selbst wurde auf allen Seiten mit derselben zentralen Kennung geführt. Und trotzdem erzählten die Daten an vielen Stellen etwas anderes als der sichtbare Text, oder sie schwiegen, wo der Text sprach.
Um zu erklären, was fehlte, brauchten wir einen Maßstab. Wir fragten uns: Was würden domainbasierte strukturierte Daten an genau dieser Stelle anders machen? Daraus wurden acht Vorteile – und auf der Gegenseite acht Risiken, die wir in einem eigenen Artikel beschreiben. Seither arbeiten wir in Audits mit dieser Gegenüberstellung. Die Beispiele unten sind verallgemeinert.
Die Bedingung vorweg
Domainbasiert heißt, dass Unternehmen, Personen, Produkte und Fakten einmal für die ganze Domain geführt werden und jede Seite daraus den passenden Teil erhält. Alle acht Vorteile hängen an einer Bedingung: Die Fakten sind geklärt, bevor sie strukturiert werden.
1. Identität
Ein Produkt bleibt über Märkte und Sprachen dasselbe. In jenem Audit trug ein Produkt mehrere Kennungen unter verschiedenen Namen, ohne Verbindung untereinander. Domainbasiert führt es eine Kennung, auf jeder Markt- und Sprachseite.
2. Gebündelte Belege
Jede Erwähnung verweist auf dieselbe Einheit: jede Referenz, jede Meldung, jeder Fachbeitrag. Dort wurde ein Produkt auf vielen Seiten erwähnt, in den Daten aber nur auf wenigen mit ihm verbunden. Fragt ein Käufer nach Referenzen, muss die KI dann erst rekonstruieren, welche Belege dazugehören.
3. Eindeutige Fakten
Je Kontext gilt ein freigegebener Wert. Einen Hinweis, warum das zählt, gibt ein einzelner Test: Wo eine Website eindeutig war, gab eine KI alle 13 geprüften Aussagen richtig wieder; wo sie sich widersprach, waren acht von 13 unscharf, veraltet oder falsch.
4. Fakten mit ihrem Kontext
Jede Zahl trägt ihren Stichtag und sagt, was sie zählt. Zwei verschiedene Mitarbeiterzahlen sind dann keine Widersprüche mehr, sondern zwei Stände oder zwei Zählweisen, die als solche erkennbar sind.

Beispiel aivis-os.com: Eine Einheit führt dieselbe Kennung auf 28 Seiten (Stand Oktober 2026).
5. Inhalt und Beziehungen
Die Daten nennen, von wem und wovon eine Seite handelt. In jenem Audit stellte die Website eine ganze Reihe von Personen vor; in den strukturierten Daten kam keine einzige Person vor. Domainbasiert ist eine Übernahme nicht nur Text in einer Meldung, sondern eine Beziehung zwischen zwei Unternehmen mit Datum, und eine Person ist eine Person.
6. Externe Anker
Eine Registernummer unterscheidet Firmen mit ähnlichem Namen, ein Markenname allein kann das nicht. Wo vorhanden, werden Einheiten mit Registern, Wikidata oder Wikipedia verknüpft – als Anker, nicht als Quelle für Werte.
7. Änderungen aus einer Quelle
Eine Umbenennung wird einmal im gemeinsamen Bestand geführt und auf alle Fassungen übertragen. Weil das Unternehmen in jenem Audit zentral geführt wurde, hätte eine Korrektur dort sofort auf allen Seiten gewirkt. Ehrlicherweise: Auf unserer eigenen Website mussten wir Anfang Oktober eine Rolle noch auf 28 Datenobjekten einzeln anpassen, weil unsere Auslieferung dateibasiert ist. Auch daran arbeiten wir.
8. Nachvollziehbarkeit
Jede Aussage führt zu ihrer Quelle und Freigabe zurück. Weicht die zentrale Beschreibung von der aktuellen Positionierung ab, lässt sich das finden, bevor es veröffentlicht wird – wenn jemand danach sucht. Auf unserer eigenen Startseite hat genau das zu lange gedauert.
Was passiert, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist, beschreibt der Artikel «Seitenweise erzeugte Daten: acht Risiken».
Fazit
Domainbasierte Daten beschreiben nicht Seiten, sondern das, worüber die Seiten sprechen: Unternehmen, Personen, Produkte, Fakten und ihre Beziehungen – einmal geklärt, überall gleich. Ihr Nutzen hängt an der Reihenfolge: erst entscheiden, dann strukturieren. Dann wird aus vielen Fassungen eine Wahrheit, die eine Maschine nicht erraten muss.
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Domainbasierte strukturierte Daten: acht Vorteile

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Seitenweise erzeugte Daten: acht Risiken
FAQ
Was unterscheidet domainbasierte von seitenbasierten Daten?
Seitenbasierte Daten beschreibt jede Seite für sich. Domainbasierte Daten führen jede Einheit einmal mit fester Kennung, und jede Seite verweist darauf.
Braucht man dafür eine Wissensdatenbank?
Es braucht einen gemeinsamen, geklärten Bestand. Entscheidend ist weniger die Technik als die Reihenfolge: erst entscheiden, dann strukturieren.
Woher stammen die Beispiele?
Aus Audits von Aivis-OS und von unserer eigenen Website. Die Beispiele aus Kundenaudits sind verallgemeinert und lassen keinen Rückschluss auf einzelne Unternehmen zu.
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